Das Kloster und sein Umfeld werden aufgewertet
Bereits im Integrierten Entwicklungskonzept lässt sich die Bedeutung vom Kloster und dessen Umfeld für Karthaus deutlich ablesen. Eine Vielzahl an Maßnahmen lassen hier einen Schwerpunkt der Stadtteilentwicklung erkennen. Dies unterstreichen auch drei neue Maßnahmen, die in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden sollen.
Der Bereich rund um das Kloster ist das soziale Zentrum von Karthaus. Hier sind die Kindertagesstätte und die Grundschule St. Johann beheimatet. Auch das DRK mit der Kreisgeschäftsstelle und den Angeboten Seniorenzentrum, ServiceWohnen und Tagespflege ist hier ansässig. Und in den Mauern des ehemaligen Klosters haben die katholische Pfarrkirche St. Johann und das Bürger- und Kulturzentrum der Stadt Konz Heimat gefunden. Die Sicherung und Stärkung dieses Bereiches mit seinen vielfältigen Funktionen für Karthaus wurde auch im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes hervorgehoben.
So wurde die Liste an Projekten für diesen Bereich, die bereits mehrere Projekte umfasst, um weitere Maßnahmen ergänzt. Die Aufwertung des Klostergebäudes, die Aufwertung des Klosterumfeldes und die Zentrale Sport- und Freizeitanlage für das Quartier: Grundschule St. Johann sind neu hinzugekommen. Hierfür sollen in den kommenden Jahren mehr als 2 Mio. Euro investiert werden, davon alleine gut 1,4 Mio. Euro in das Klostergebäude. Neben Fördergeldern aus dem Programm Soziale Stadt fließen auch Zuschüsse aus Denkmalpflegemitteln.

Insgesamt kamen 37 Bilder und 5 gebastelte Werke zusammen. Ursprünglich war angedacht, die Bilder den Senioren und Seniorinnen des DRK-Seniorenzentrums Konz-Karthaus zukommen zu lassen. Aufgrund der vielen Bilder und weil auch einige Kinder aus Konz-Roscheid mitgemacht haben, wurden die Bilder aufgeteilt: Eine große Sendung wurde rechtzeitig zu Ostern im DRK Seniorenzentrum abgegeben und ein zweiter vollgepackter Umschlag hat den Weg ins Seniorenhaus Zur Buche Konz-Roscheid gefunden. So konnte gleich an zwei Orten den älteren Menschen in Konz eine Freude zu Ostern gemacht werden.

Der neu gestaltete Generationenpark wird am 24. August ab 15 Uhr im Rahmen eines Klosterparkfestes offiziell eröffnet. Das Fest wird durch das DRK-Seniorenzentrum und das Quartiersmanagement organisiert. Auch die benachbarten Einrichtungen und Institutionen beteiligen sich mit Essens- und Getränkeständen, Angeboten für Kinder, Verkaufsständen und Auftritten beim Bühnenprogramm. So leisten die Kita St. Johann und deren Förderverein, die Grundschule St. Johann, die Messdienergruppe “Johannes Minimäuse”, die Tagespflege des DRK, die Lebenshilfe, der Musikverein “Concordia” Konz, der Saar-Mosel-Frauenchor und der Shantychor aus Wasserliesch ihren Beitrag zum erfolgreichen Gelingen der Veranstaltung. Das Backhaus wird an diesem Tag ebenfalls erstmals angeheizt und es gibt Klosterbrot aus dem Holzbackofen.
Bereits seit dem Jahr 2013 wurde über die notwendigen baulichen Veränderungen beim in die Jahre gekommenen DRK Altenzentrum gesprochen, um den Fortbestand der Einrichtung zu sichern. Mehrfach wurde die Frage nach einer Sanierung des Gebäudebestandes bzw. einem Neubau diskutiert, bis im Jahr 2016 endlich Klarheit herrschte. Dann ging alles ganz zügig. Im September 2016 wurde der Spatenstich für den Neubau vollzogen, im August 2017 wurde das Richtfest gefeiert und Ende Juni 2018 war der Neubau des Seniorenzentrums bezugsfertig. Die meisten der neuen Bewohner wohnten bereits seit mehreren Jahren im „alten“ Seniorenzentrum. Deren Umzug musste folglich gut vorbereitet werden, zumal er innerhalb eines Tages über die Bühne gehen musste. Dazu Einrichtungsleiter René Helbing: „Wir hatten die Unterstützung von den hiesigen Ortsvereinen des DRK, die uns toll unterstützten“. 35 bis 40 ehrenamtliche Helfer des DRK seien neben den Angehörigen der Bewohner im Einsatz gewesen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Seit dem 1. Juli bewohnen die Senioren jetzt die 85 vollstationären Einzelzimmer, die alle über barrierefreie Nasszellen verfügen und in überschaubare Wohnbereiche aufgeteilt sind. Diese sind als Hausgemeinschaft angeordnet, die ihrerseits über eigene Wohnküchen und Aufenthaltsbereiche, Balkone bzw. Dachterrassen verfügen. Bei dem Neubau wurden auch die Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen mit Bewegungsdrang berücksichtigt. So sind z.B. die Flure als Rundwege gestaltet. Neben den Zimmern für die Bewohner bietet das Haus außerdem Platz für Verwaltung, Küche, Wäscherei und eine Friseur. Im Erdgeschoss befindet sich eine Cafeteria, die zum Park hin ausgerichtet ist und über eine große Terrasse verfügt. Für das neue Seniorenzentrum wünschte sich Einrichtungsleiter René Helbing, dass die Karthäuser auch verstärkt den Weg in das Gebäude und zu den dortigen Angeboten, wie etwa der Cafeteria oder zu den sich dort ansiedelnden Dienstleistern finden. In die Zukunft blickend formuliert Helbing als Ziel: „Wir wollen ein offenes Haus sein“.



