Der Konzer Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend über die mögliche Errichtung von Lärmschutzwänden entlang der Bahn entschieden. Im Vorfeld hatte es dazu mehrere Info- und Dialogveranstaltungen gegeben.
Der Bund würde die Maßnahme im Rahmen eines Lärmsanierungsprogramms finanzieren. Deshalb hatte die Deutsche Bahn durch Vorplanungen ermittelt, an welchen Gleisstrecken im Stadtgebiet die Lärmschutzwände sinnvoll umgesetzt werden könnten.
Durch viele Gespräche mit Anwohnenden kamen die Ratsmitglieder jedoch zu dem Schluss, dass die Wände von den meisten Betroffenen nicht gewünscht sind. Meist wurden optische Gründe genannt.
Deshalb hat der Rat der Stadt lediglich für eine Wand grünes Licht gegeben: Dabei handelt es sich um eine drei Meter hohe Wand entlang der L137 (Verbindung Konzer Saarstraße nach Filzen), die Könen vor Zuglärm schützen soll. Einer weiteren Wand stimmte der Stadtrat nur unter der Bedingung zu, dass sie gekürzt werden kann. Dabei ging es um eine ebenfalls drei Meter hohe Wand entlang der Gleise an der Granastraße, die nach dem Willen des Rates nur im Bereich zwischen der Eisenbahnbrücke über die Saar bis zum Bahnhof Konz Mitte errichtet werden soll. Die Bahn soll prüfen, ob eine gekürzte Wand möglich und lärmschutztechnisch sinnvoll ist. Für Karthaus wurde der Beschluss gefasst keine Lärmschutzwand zu errichten.
Das Lärmsanierungsprogramm des Bundes bietet neben Lärmschutzwänden im öffentlichen Raum auch weitere Möglichkeiten, Anwohnende vor Zuglärm zu schützen. Hausbesitzer in bestimmten festgelegten Gebieten können sich passive Maßnahmen, z.B. Schallschutzfester, fördern lassen. Technische Fragen richten Sie bitte an: laermsanierung@deutschebahn.com
(Quelle: Presseinformation der VGV Konz)
Während das Nebengebäude der ehemaligen Bahnmeisterei vor einigen Jahren den Besitzer gewechselt hat und dort, wenn auch in kleinen Schritten und langsamer als von vielen erhofft, ein Fortschritt zu sehen ist – so wurde das Dach des Gebäudes komplett neu eingedeckt – zeigt sich am Hauptgebäude keine positive Veränderung. Das Bahnhofsgebäude hat zuletzt im Rahmen einer Versteigerung im Jahr 2012 den Besitzer gewechselt und befindet sich seither im Privatbesitz. Seither gab es unzählige Treffen zwischen Eigentümer, Verwaltung sowie Quartiersmanagement. Es blieb aber bei einer Vielzahl an vagen Ideen für eine mögliche Nutzung des Gebäudes, die bisher alle an Finanzierungsgründen scheiterten.
Jüngste traurige Entwicklung ist jetzt das Aufstellen eines Bauzauns um das gesamte Hauptgebäude vor einigen Wochen. Anders als von einigen Optimisten erhofft ist dieser aber kein Vorbote von geplanten größeren Sanierungsmaßnahmen, sondern dient einzig und alleine dazu Passanten vor, inzwischen vom Gebäude ausgehenden, Unfallgefahren zu schützen. So sind im gesamten Dachbereich Schieferplatten der Dacheindeckung lose und auch die Kamine werden zunehmend instabiler. Der Bauzaun dient nun dazu, dass Passanten sich dem Gebäude nicht zu weit nähern und durch ggf. herabstürzende Dachplatten verletzt werden. Der Zugang zu den Bahnsteigen ist davon aber nicht beeinträchtigt.



